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23.01.2026  00:00  | Teilen
Das „Wall Street Journal“
befürwortet Irans Balkanisierung

Die Unruhen, die den Iran erschüttern, beziehen sich auf die Unfähigkeit des schiitischen Klerus, das Land zu führen; dieselben Geistlichen, die einst Imam Khomeini exkommunizierten und nun an der Macht sind. Das derzeitige System ist ein äußerst komplexes Netzwerk von Institutionen, die alle darauf abzielen, verschiedenen politischen Tendenzen eine Rolle zu geben und zu einer allgemeinen Lähmung der Politik geführt haben. Die Iraner sind keine Gefangenen der Mullahs, sondern des absurden Regimes, das sie selbst aufgebaut haben.  [Quelle: voltairenet.org]  JWD
 

Von  Alfredo Jalife-Rahme  |  Quelle: Voltaire Netzwerk  |  Mexiko-Stadt (Mexiko)  |  20. Januar 2026


 
Screenshot  |  Quelle: voltairenet.org

Im Iran findet ein Volksaufstand statt, in dem ausländische Kräfte versuchen, das Land zu Fall zu bringen.

 
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as Wall Street Journal (WSJ), im Besitz des neunzigjährigen Australiers Rupert Murdoch, widmet in dieser heiklen Phase der Balkanisierung einen besorgniserregenden Artikel: "Ein zersplitterter Iran könnte nicht so schlimm sein (sic)", mit dem Untertitel: "Seine Grenzen sind künstlich und ihre Auflösung würde die Interessen von Russland, China und anderen Ländern stören" (sic). Es ist ein Artikel von Melik Kaylan, einem "Schriftsteller, der sich auf Kultur und Kunst spezialisiert hat", der sich waghalsig in die sehr unkünstlerischen Mäander der Geopolitik wagt [1].

 
 

 
Screenshot  |  Quelle: voltairenet.org

Der britisch-georgische (!) Melik Kaylan spielt obszön die traurige Rolle von Netanjahus Herold in einem verwässerten propagandistischen Artikel, und der mit der monarchischen Flagge der Pahlavi-Dynastie dekoriert ist.

Das Wall Street Journal verbirgt die Tatsache, dass Melik Kaylan an der Universität Cambridge indoktriniert wurde, die dafür berüchtigt ist, ein Rekrutierungszentrum für Spione zu sein.

Es ist von Bedeutung, dass eine so bedeutende Finanzzeitung wie das Wall Street Journal die Idee einer Balkanisierung des Iran propagiert. Melik Kaylan behauptet wie in einer Komödie, dass "niemand (sic) das wahrscheinliche Ergebnis des Aufstands erwähnt – die geografische Zersplitterung des Landes –": weder der Sohn des letzten Schahs, noch in den Korridoren der westlichen Macht".

Genau das habe ich einen Tag vor Melik Kaylan in Radar Geopolítico erwähnt: "Versuchen Trump und Netanjahu, den Iran zu balkanisieren? Werden Russland und China es zulassen? [2]. Außerdem hat der Sohn des Schahs bereits seine offizielle Anerkennung des völkermörderischen Landes angekündigt, das Israel ist.

Melik Kaylan "behauptet", dass "niemand" – offenbar außer mir selbst – über die Balkanisierung Irans spricht: "Das liegt daran, dass das einzige einigermaßen überzeugende Argument, das den Mullahs derzeit zur Verfügung steht, um die Macht zu behalten, das Gespenst der Abspaltung von ethnischen Regionen ist."

Jeder Analyst des Nahen Ostens kennt die große geografische Verwundbarkeit des Iran, der sieben glühende Landgrenzen hat: Irak im Westen, im Norden Türkei, Armenien, Aserbaidschan, und Turkmenistan, im Osten Afghanistan und Pakistan im Südosten, ganz zu schweigen vom Kaspischen Meer, das Iran unter anderem mit Russland und Kasachstan teilt, sowie dem Persischen Golf. Sitz von sechs arabischen Ölmonarchien: Kuwait, Bahrain, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und Oman [die ihn lieber den Arabischer Golf nennen].

Von den 93 Millionen Einwohnern auf 1,6 Millionen Quadratkilometern – laut den Zahlen derjenigen, die die für sie passenden Statistiken zusammenstellen – sind die Prozentsätze des iranischen ethnischen Mosaiks wie folgt: die Perser, die politisch und kulturell dominierende Gruppe (61 %); gefolgt von Aserbaidschanern (Südaserbaidschaner: 16 %); die Kurden (10 %); die Lurs (6 %); Araber (2 %); die Belutschen (2 %) und die Turkmenen (2 %). Um den Persern absichtlich zu schaden, erhöht der Propagandist Meli Kaylan den Anteil der Aserbaidschaner auf 25 % und den der Kurden auf 15 %.

Melik Kaylan weist auf einige der Folgen einer Abspaltung hin, die der Kurden, die die Türkei betreffen würden, und die der Aserbaidschaner, die Aserbaidschan zugutekommen würde, ignoriert aber die gefährlichste von allen: die der [pakistanischen] Belutschen, die Pakistan, das einzige nukleare islamische Land mit 170 Bomben, schaden würde.

Die Schläge von Melik Kaylan und des Wall Street Journal-Artikels richten sich besonders gegen Russland und China: "Die Russen wollen keinen Regimewechsel oder eine Zersplitterung des Iran. Beide Länder stellen ein geografisches Hindernis auf den Handelsrouten und Pipelines dar, die Zentralasien mit dem Westen verbinden."

Zu China: "Wenn Peking gleichzeitig seine Investitionen und Öllieferungen sowohl aus Venezuela als auch aus Iran verlieren würde, würde man eine starke Reaktion von China erwarten. Unbestätigte Berichte behaupten bereits, dass die chinesische Technologie hinter der Unterbrechung von Starlinks Kontakten mit den Rebellen steckt."

Meli Kaylan behauptet, dass "so wie jetzt die Sachen sind, es derzeit eine klare Möglichkeit eines Bürgerkriegs (!) nach dem Regimewechsel sowie einer Einmischung (!) von externen Interessen gibt". Aus diesem künstlichen Axiom schließt er auf Irans Balkanisierung: "Um des regionalen und Weltfriedens willen könnte die beste Option sein, der Abspaltung zu helfen und somit ein reduziertes Iran vollständig vom geopolitischen Schachbrett zu eliminieren." Vor allem aber ist noch klarer, dass die Destabilisierung Irans den Interessen Russlands und Chinas widerspricht. Ein sehr riskantes Spiel!

Alfredo Jalife-Rahme

Autor: Alfredo Jalife-Rahme  |  Übersetzung: Horst Frohlich

Quelle: La Jornada (Mexiko)  |  Das wichtigste tägliche Leben in der spanischen Sprache (Kastilisch) der Welt

 
 

Dieser Beitrag ist unter Lizenz der Creative Commons (CC BY-NC-ND)

Alfredo Jalife-Rahme
Professor für Politik- und Sozialwissenschaften an der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM). Er veröffentlicht Chroniken über die internationale Politik in der Zeitung La Jornada. Neuestes Buch erschienen: China bricht in Lateinamerika ein: Drache oder Panda? (Orfila, 2012).


Link zum Originaltext mit weiteren Leseempfehlungen bei ' voltairenet.org ' ..hier

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