06.03.2026 00:00 |
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Wie kam es zum journalistischen Totalversagen
bei der Berichterstattung über Gaza und Israel? Ein Interview mit Fabian Goldmann zu seinem Buch „Staatsräsonfunk:
Deutsche Medien und der Genozid in Gaza“ -
Der Journalist Fabian Goldmann hat ein
sehr interessantes Buch über das Versagen der sogenannten deutschen
„Leitmedien“ in der Berichterstattung zum Gaza-Krieg geschrieben.
Ähnlich wie im Standardwerk „Manufacturing Consent“ (Die Konsensfabrik)
von Noam Chomsky und Edward S. Herman weist Goldmann darin die
einseitige und fehlerhafte Berichterstattung nicht nur minutiös nach,
sondern analysiert auch die politischen, wirtschaftlichen und... [Quelle:
nachdenkseiten.de] JWD
....ideologischen Ursachen, die ihr zugrunde liegen. Im ersten Teil des
Interviews sprechen wir mit ihm über seine persönliche Motivation,
darüber, warum es in Deutschland so besonders schlecht gelaufen ist und
über die Bedeutung alternativer Medien. Das Gespräch führte Maike
Gosch.
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Quelle: nds.de | Teil 1 | (zu
Teil 2)
Maike Gosch: Lieber Fabian Goldmann, ich würde gerne das Interview
damit beginnen, etwas über Ihren beruflichen und fachlichen Hintergrund
zu erfahren.
Fabian Goldmann: Ich habe Islamwissenschaft studiert und bin
während meines Studiums oft und gern durch Syrien, Israel/Palästina und
andere Länder der Region gereist und habe dort irgendwann begonnen,
aufzuschreiben, was ich sehe und erlebe. So bin ich Journalist geworden.
Seit etwa 15 Jahren schreibe ich für alle möglichen großen und kleinen,
alternativen und etablierten Medien zu den Themen Migration, Islam,
Rassismus und Israel/Palästina. Deshalb kenne ich – glaube ich – unser
Mediensystem auch ganz gut aus eigener Erfahrung. Seit einigen Jahren
veröffentliche ich zudem regelmäßig Untersuchungen, die sich kritisch
mit medialer Berichterstattung beschäftigen – etwa zu Rassismus in der
Clan-Berichterstattung oder der Ausgrenzung gesellschaftlich
marginalisierter Gruppen in Talkshows, Redaktionen und Rundfunkräten.
All diese Erfahrungen haben mir beim Schreiben des Buches auf jeden Fall
sehr geholfen.
In Ihrem Buch „Staatsräsonfunk“ kritisieren Sie die einseitige oder
verfälschende Berichterstattung über den Gaza-Krieg. Das ist ja ein
Thema, das sehr vielen Leuten unter den Nägeln brennt und das sehr
emotional besetzt ist, gerade in Deutschland, und entsprechend heiß
diskutiert wird. Was war Ihre persönliche Motivation dafür, das Buch zu
schreiben?
Ich begleite die Berichterstattung deutscher Medien zu Israel, Palästina
und generell auch zu Migration und Islam schon seit Längerem kritisch.
Deshalb war es für mich nach dem 7. Oktober naheliegend, dass ich mir
auch dazu die Berichterstattung kritisch anschaue. Ich bin dann schnell
zu dem Ergebnis gekommen, dass die Probleme ein ganz neues Ausmaß
annehmen. Jeden Tag gab es so viel zu kritisieren, dass es unmöglich
war, Schritt zu halten. Gleichzeitig habe ich gesehen, dass viele Leute,
die sonst einen kritischen Blick auf Medienberichterstattung werfen,
plötzlich verstummt sind. Ich habe immer mehr dazu aufgeschrieben, mal
in Form von journalistischen Artikeln, mal als Social-Media- oder
Blogbeitrag, aber immer hatte ich das Gefühl, dem ganzen Ausmaß damit
nicht gerecht zu werden. So kam ich darauf, dass die einzige Form, die
dem ansatzweise gerecht wird, wäre, ein Buch zu schreiben. Das habe ich
dann im letzten Jahr gemacht. Aber ehrlich gesagt: Auch das Buch zeigt
trotz über 400 Seiten nur einen Ausschnitt. Ich könnte eigentlich gleich
noch ein zweites und drittes schreiben, so viel gibt es im deutschen
Nahost-Journalismus seit dem 7. Oktober zu kritisieren.
Der Titel Ihres Buches lautet ja „Staatsräsonfunk“. Ist das von Ihnen
als Ostdeutschem eine Anspielung auf die Berichterstattung in der DDR?
Oder warum haben Sie diesen Titel gewählt?
Der Titel spielt natürlich mit dem Klischee eines „Staatsfunks“. Viele
Menschen, die zu Recht entsetzt sind über die Berichterstattung der
letzten zwei Jahre, können sich dies nicht anders erklären, als dass die
Berichte „von oben“ vorgegeben sein müssen. Das ist Unsinn. Mit dem Buch
will ich zeigen: Eure Kritik ist berechtigt, aber die Ursachen sind
komplexer. Statt einem „Staatsfunk“ ähnelt der deutsche
Nahost-Journalismus eher einem „Staatsräsonfunk“ – zum einen, weil viele
der Tendenzen, die wir in Deutschland seit dem 7. Oktober unter dem
Label „Staatsräson“ erleben, Einfluss auf den Journalismus haben. Dazu
zählte zum Beispiel die bedingungslose Solidarisierung mit Israel, die
auch von vielen Medienschaffenden geteilt wird, anti-palästinensischer
und anti-muslimischer Rassismus oder zunehmende Anfeindungen und
Repressionen, die auch viele Journalisten treffen. Die Folge ist, dass
viele Medien in ihrer selbsterklärten Rolle als Vierte Gewalt in den
letzten Jahren weitgehend versagten und zur deutschen Politik der
bedingungslosen Unterstützung Israels beitrugen. Auch insofern erwiesen
sich deutsche Leitmedien als „Staatsräsonfunk“.
Da sind wir schon beim Inhalt. Was sind einige der wichtigsten
Erkenntnisse, die Sie selbst im Verlauf der Arbeit an dem Buch über die
Berichterstattung zu Israel und Gaza in den letzten Jahren gewonnen
haben?
Am eindrücklichsten war für mich, wie weitreichend und tiefgehend der
„Bias“ [Anm. d. Red.: verzerrte/einseitige Berichterstattung bzw.
Voreingenommenheit] zugunsten der offiziellen israelischen Position ist.
Dieser fand sich über den gesamten Untersuchungszeitraum und bei allen
untersuchten Medien, egal ob Boulevard wie der BILD,
öffentlich-rechtlich wie der „Tagesschau“, oder bei linken Medien wie
der taz. In den ersten sieben Kapiteln des Buches messe ich Journalismus
zunächst an seinen eigenen Ansprüchen. Ich schaue mir dabei an, was
Journalismus eigentlich sein will, und gleiche das mit der medialen
Realität ab dem 7. Oktober ab.
Ein Kapitel dreht sich zum Beispiel um Ausgewogenheit und
Perspektivenvielfalt. Hier zeigte sich, dass die Berichterstattung alles
andere als ausgewogen ist. Ein paar Beispiele: In den 20-Uhr-Nachrichten
der „Tagesschau“ kamen in meinem 15-monatigen Untersuchungszeitraum
136-mal israelische Politiker und Militärs zu Wort, aber nur viermal
palästinensische Repräsentanten. In deutschen Tages- und Wochenzeitungen
wurde Israels Botschafter in Deutschland 17-mal so oft zitiert wie sein
palästinensischer Kollege. In Sendungen der öffentlichen-rechtlichen
Talkshows vertraten insbesondere in den ersten Wochen teils alle Gäste
eine Perspektive, die im Einklang mit jener der israelischen Regierung
stand.
In einem anderen Kapitel habe ich mir die Quellenauswahl in der
Nachrichtenberichterstattung angeschaut. Und auch hier gibt es einen
riesengroßen „Bias“ zugunsten offizieller israelischer Angaben. Ein
Beispiel: In die Schlagzeilen von BILD, Spiegel, „Tagesschau“ und Zeit
schafften es Angaben der israelischen Armee und der israelischen
Regierung etwa doppelt so oft wie alle palästinensischen, libanesischen
Quellen sowie internationale Organisationen und NGOs zusammen.
Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit der Darstellung von Opfern.
Auch hier fand sich eine extreme Schieflage, sowohl was die Häufigkeit
als auch die Art der Berichterstattung angeht. Israelische Opfer wurden
deutlich häufiger personalisiert mit Namen und Bildern dargestellt,
während es palästinensische Tote meist nur als anonyme Zahlen in die
Schlagzeilen schafften. Wiederum ein Beispiel: In der BILD-Zeitung
standen 119 Geschichten über israelische Einzelschicksale einer einzigen
Geschichte über ein palästinensisches Opfer, das Ziel israelischer
Gewalt wurde, gegenüber. Aber auch in „Tagesschau“, Spiegel, Zeit und
taz war die Schieflage hierbei sehr eindeutig.
Noch deutlicher zeigte sich das Problem bei der Nutzung von Sprache.
Auch diese orientiert sich sehr am offiziellen israelischen Narrativ.
Formulierungen wie „Evakuierungsaufforderung“, „humanitäre Zone“ oder
„Schutzzone“ werden von Medien immer wieder unkritisch übernommen,
obwohl Fachleute von Beginn an darauf hinweisen, dass es sich dabei um
Propaganda-Begriffe mit kaum Bezug zur Realität handelt. Israelische
Gewalttaten werden sehr häufig kontextualisiert und verharmlost – etwa
mit Begriffen wie „Reaktion“, „begrenzt“ oder „präzise“. Gegen Israel
gerichtete Gewalt wird hingegen sehr häufig dramatisiert – etwa durch
Begriffe wie „barbarisch“, „brutal“ oder „Massaker“.
„Die Medien haben nicht nur schlecht über den Genozid in Gaza
berichtet, sie haben selbst eine aktive Rolle in ihm gespielt.“
Wichtig war mir in dem Buch auch, zu zeigen: All diese journalistischen
Verfehlungen haben Folgen. Indem Medien immer wieder unkritisch die
Perspektive der israelischen Armee übernommen haben, haben sie sich für
deren Propaganda einspannen lassen. Zum Beispiel der Zerstörung des
palästinensischen Gesundheitssystems oder der gezielten Ermordung von
Medienschaffenden in Gaza gingen auch zahlreiche Berichte in deutschen
Medien voraus, in denen Krankenhäuser und Journalisten als legitime
Angriffsziele markiert wurden. Auch die bedingungslose Unterstützung
Israels durch Deutschland wäre so vermutlich nicht möglich gewesen, wenn
Medien ein akkurates Bild der Gewalt in Gaza gezeichnet hätten.
Insofern haben Medien nicht nur schlecht über den Genozid in Gaza
berichtet, sie haben selbst eine aktive Rolle in ihm gespielt. Im
letzten Kapitel, Kapitel acht, spekuliere ich dann darüber, was die
Ursachen hierfür sein könnten.
Dann kommen wir doch zu den Ursachen. Ich glaube, die Frage nach dem
„Warum“ bewegt viele Leute, die die Berichterstattung selbst kritisch
sehen. Sie haben das ja in Ihrem Buch ausführlich analysiert. Könnten
Sie hier ein paar Elemente für uns herausgreifen?
Das ist eine Frage, die ich zum einen sehr wichtig finde. Gleichzeitig
ist sie auch am schwersten zu beantworten, weil man hier – anders als
beim inhaltsanalytischen Teil des Buches – nicht einfach nachzählen
kann. Wichtig erscheint mir, bei der Ursachenforschung das ganze
Mediensystem in den Blick zu nehmen und es sich nicht zu einfach zu
machen und zu sagen, alles liegt an X oder an Y. Gerade der Umstand,
dass es sehr viele verschiedene Probleme in unserer Medienlandschaft
gibt, die wiederum ineinandergreifen und sich gegenseitig verstärken,
ist entscheidend.
„Warum ist das ausgerechnet in Deutschland so besonders
schlecht gelaufen?“
Wichtig war mir auch, eine Antwort auf die Frage zu finden: Warum ist
das ausgerechnet in Deutschland so besonders schlecht gelaufen? Wenn man
sich die Berichterstattung in anderen westlichen Ländern anschaut, dann
sieht man viele ähnliche Probleme. Aber nirgends, vielleicht abgesehen
von Israel selbst, scheint diese Einseitigkeit so krass zu sein wie in
Deutschland. In meinem Buch biete ich verschiedene
Erklärungsmöglichkeiten an. Ich nenne mal ein paar davon:
Ich glaube, das Offensichtlichste, was sich die meisten Leute auch schon
so denken können, ist eine extrem starke pro-israelische Verzerrung, die
bei vielen Journalisten vorherrscht. Sie ist auch eine Folge des als
historische Verantwortung verstandenen bedingungslosen Bekenntnisses zu
Israel und seiner Regierung und ist ein Stück weit Teil unserer
kulturellen DNA. Viele Medienschaffende sind damit groß geworden – nicht
anders als der Rest der Gesellschaft auch. Das lässt sich auch in Texten
oftmals sehr gut nachweisen, weil sie das ganz freimütig etwa in
Leitartikeln und Kommentaren bekennen.
Das geht häufig einher mit einem nicht weniger tief historisch
verwurzeltem antiarabischen und antimuslimischen Rassismus. Ich habe das
Gefühl, beide Kräfte, die sehr prägend für die deutsche und europäische
Identität sind, sind in der Nahost-Berichterstattung der letzten Jahre
aufeinandergetroffen und haben sich zu einer Art perfekten Sturm
gebündelt. Das anscheinend grenzenlose Vertrauen vieler Journalisten in
die Angaben der israelischen Armee lässt sich ein Stück weit auch damit
erklären, dass diese Angaben sehr dem eigenen Weltbild entsprochen
haben.
„Woher bekommen Journalisten eigentlich Ihre Informationen?“
Diese ideologische, kulturelle Komponente trifft auf weitere Probleme,
zum Beispiel die Frage: Woher bekommen Journalisten eigentlich Ihre
Informationen? Da haben wir seit Langem schon das Problem, dass
Medienschaffende sich gerade im Nachrichtenjournalismus sehr auf
offizielle Angaben verlassen, also auf die Angaben von politischen oder
ökonomischen Eliten. Das finden wir jetzt auch in der Berichterstattung
zu Gaza und Israel wieder. Diese Schieflage wirkt sich bei der
Berichterstattung über Gaza noch einmal stärker aus, da Angaben, die der
offiziellen Linie Israels widersprechen – zum Beispiel von NGOs oder
palästinensischen Quellen – systematisch durch den israelischen
Propaganda-Apparat diskreditiert wurden. Vom „He Said / She
Said“-Journalismus, wie man im Englischen sagt [Anm. d. Red.: Er Sagt
/Sie Sagt-Journalismus, d.h. bloßes Zitieren beider Seiten ohne
journalistische Bewertung oder kritische Faktenprüfung], blieb so nur
noch ein „He Said“-Journalismus übrig.
Diesem Problem wiederum könnte man ein Stück weit begegnen, wenn es
Medienhäuser gäbe, die sich nicht dieser einseitigen Berichterstattung
hingeben würden und die Öffentlichkeit die Chance hätte, zur Alternative
zu greifen. Da haben wir aber dann das nächste Problem in Deutschland,
dass wir in den letzten Jahren eine krasse Konzentration und
Kommerzialisierung des Medienmarktes erlebt haben, die viel kritisches
Potenzial aufsaugt.
Eigentlich haben wir in Deutschland sogar zwei große „Staubsauger“, die
viel Potenzial für journalistische Qualität und Vielfalt vernichten: Das
sind einmal die großen Medienkonzerne wie Funke, Springer, die
Ippen-Gruppe oder die Madsack-Mediengruppe, die einen Großteil des
Zeitungsmarktes kontrollieren. Gerade so große Konzerne haben oftmals
kein besonderes Interesse an machtkritischer Berichterstattung, weil
Journalismus für sie vor allem ein Investment ist und dessen Erfolg auch
von guten Beziehungen zu politischen und wirtschaftlichen Eliten
abhängt.
Auf der anderen Seite haben wir speziell in Deutschland den gigantischen
„Staubsauger“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der wiederum starker
politischer Einflussnahme ausgesetzt ist – zum Beispiel über die
Rundfunkräte, die letztlich entscheiden, wer dort welche
Führungsposition bekleidet.
Diese beiden Giganten teilen den Großteil des deutschen Medienmarkts
unter sich auf und lassen wenig Raum für zum Beispiel linke, alternative
kritische Medien, wie wir sie zum Glück in anderen westlichen Ländern
sehen, die auch ein großes Problem mit Kommerzialisierung und
Konzentration haben.
„Wir haben in deutschen Redaktionen auch ein großes
Kompetenzproblem.“
Vielleicht noch ein letzter Punkt: Wenn wir uns die einzelnen
Journalisten anschauen, dann würde ich sagen, haben wir in deutschen
Redaktionen auch ein großes Kompetenzproblem. Das betrifft zum einen den
Nachrichtenjournalismus, bei dem ein Konstruktionsfehler zu sein
scheint, dass ein Nachrichtenredakteur jeden Tag sämtliche Themen
behandelt, sei es Corona oder Klima oder Gaza, je nachdem, was gerade
reinkommt. Es fehlt aber auch an kultureller und politischer
Durchlässigkeit in den Redaktionen. In den meisten Redaktionen,
besonders in den Chefetagen, sieht es immer noch so aus: weiß, mittelalt,
akademisch geprägt, ohne Migrationshintergrund.
Das beispiellose Maß an Repressionen, Diffamierungen und Anfeindungen
gegenüber den wenigen noch verbliebenen kritischen Journalisten der
letzten zwei Jahre hat dieses Problem noch verschärft. Dadurch sind die
wenigen kritischen Stimmen erst recht verstummt, sodass in vielen
Redaktionen die pro-israelischen Überzeugungstäter noch mehr Einfluss
haben.
„Um dem Problem gerecht zu werden, muss man sich das
Mediensystem im Ganzen anschauen.“
Wir könnten noch Stunden über solche Ursachen sprechen. Wichtig ist mir,
rüberzubringen, dass man es sich nicht so einfach machen und es auf eine
einzelne Ursache reduzierten sollte. Um dem Problem gerecht zu werden,
muss man sich das Mediensystem im Ganzen anschauen.
Sie haben in Ihrer Analyse fast ausschließlich die Berichterstattung
der etablierten Medien analysiert – sicherlich, weil es die
reichweitenstärksten und einflussreichsten sind. Wie steht es mit den
alternativen oder unabhängigen Medien in Deutschland? Wie haben die sich
bei diesem Thema aus Ihrer Sicht geschlagen?
Die habe ich leider nicht systematisch ausgewertet. Deshalb kann ich
dazu nicht so qualifiziert etwas sagen wie zu den etablierten. Mir ist
aber aufgefallen, dass die wenige kritische Berichterstattung sehr
häufig am Rand oder außerhalb des etablierten Mediensystems entstanden
ist, wie zum Beispiel von der jungen Welt. Sie hat zu Zeiten, in denen
die großen Leitmedien fast gar nicht mehr über die tägliche Gewalt in
Gaza berichtet haben, das Thema immer noch oft auf ihrer Titelseite
gehabt. Ich glaube, sie hat sich auch als einzige Zeitung in der
Nachrichtenberichterstattung den Völkermordvorwurf gegenüber Israel zu
eigen gemacht, was ja nicht nur ein Vorwurf ist, sondern mittlerweile
durch alle großen Menschenrechtsorganisationen und die führenden
Genozid-Forscher und relevanten internationalen Organisationen dieser
Welt sehr gut dokumentiert ist.
Auch einzelne Influencer auf Instagram oder TikTok oder sehr kleine
alternative Medien, die oft einfach nur von einzelnen Personen betrieben
werden, wie zum Beispiel „Occupied News“ oder „Gaza heute“ haben
regelmäßig viel kritischere und auch den Opfern gegenüber viel
empathischere Berichterstattung gemacht als die großen Medienhäuser –
und das mit einem Bruchteil der Ressourcen.
Wenn man den Blick ein bisschen weitet, muss man sagen, dass in
Deutschland der Einfluss und die Reichweite von solchen unabhängigen
Medien einfach viel zu gering ist. In anderen Ländern lieferten kleine
unabhängige Medien wie +972 in Israel oder The Intercept in den USA
immer wieder großartige investigative Recherchen. Im deutschsprachigen
Raum haben wir so etwas nicht. Unterm Strich war es deshalb in den
letzten zwei Jahre kaum möglich, sich nur auf Deutsch wirklich umfassend
und präzise zu den Ereignissen in Gaza zu informieren.
Teil 2: Wie kam es zum journalistischen Totalversagen
bei der Berichterstattung über Gaza und Israel?
Ein Interview mit Fabian Goldmann zu seinem Buch „Staatsräsonfunk“
Im zweiten Teil des Interviews mit dem Journalisten Fabian Goldmann
sprechen wir über Mut und Angst von Journalisten, den Druck, dem sie
ausgesetzt sind, Parallelen zur Rolle der Journalisten in der
Corona-Zeit und darüber, was Bürger gegen einseitige und unvollständige
Berichterstattung der Medien überhaupt tun können. Das Gespräch führte
Maike Gosch.
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Quelle: nds.de |
Teil 2 | ( zu Teil 1)
Maike Gosch: Nach Ihren vorigen Ausführungen drängt sich der Eindruck
auf, dass deutsche Journalisten nicht mutig genug sind. Würden Sie das
auch so sehen?
Fabian Goldmann: Es gibt natürlich solche und solche und zum
Glück auch in Deutschland ein paar mutige Journalisten, aber für die
Mehrheit trifft das sicherlich zu. Mich hat es immer wieder überrascht
und erschreckt, wie wenig Journalisten es in den letzten Jahren in
Deutschland gab, die den Mund aufgemacht haben und die Missstände in
ihren Redaktionen benannt haben. Das haben wir bei ausländischen
Medienhäusern ganz anders erlebt. In Großbritannien sind Hunderte
BBC-Mitarbeiter an die Öffentlichkeit gegangen, haben gegen ihren Sender
in Bezug auf die verzerrende Berichterstattung protestiert und den
Rücktritt von Verantwortlichen verlangt. Dasselbe beim irischen
öffentlich-rechtlichen Rundfunk, bei der New York Times, bei AP (Associated
Press) und bei der Washington Post – auch dort gab es Offene Briefe, in
denen Journalisten mit ihrem Namen in der Öffentlichkeit gegen die
Missstände in ihrem Haus protestiert haben. Ich habe bis heute noch von
keinem solchen Offenen Brief durch ZEIT-, taz- oder
Tagesschau-Redakteure mitbekommen.
In dem sehr interessanten Kapitel „Druck von allen Seiten“ gegen Ende
des Buches berichten Sie von Gesprächen mit Journalisten und freien
Mitarbeitern zu diesem Thema. Und da schreiben Sie, dass das Wort, das
hierbei am häufigsten fiel, das Wort „Angst“ war – also von
Journalisten, die anders berichten wollten. Sie schildern sehr
eindrücklich, was für einem Druck viele Menschen ausgesetzt waren,
linientreu zu berichten, und was denen passierte, die abwichen oder
abweichen wollten. Inzwischen ist ja seit dem Untersuchungszeitraum im
Buch ein bisschen Zeit vergangen. Haben Sie den Eindruck, dass bei den
anderen Journalisten, die sich an die Linie gehalten haben, langsam eine
Erkenntnis dämmert, dass sie eventuell etwas falsch gemacht haben?
Nein, da dämmert überhaupt nichts. Zwischendurch hatte ich diese
Hoffnung auch. Es gab auch immer mal Diskussionen – nicht nur im
Journalismus – darüber, ob der Wind sich jetzt im Gaza-Diskurs in
Deutschland dreht, z.B. als es die großen pro-palästinensischen
Demonstrationen gab. Und die Hoffnung: „Jetzt ist endlich auch Die Linke
auf der richtigen Seite.“ Da wurde sich darüber gefreut, wenn irgendein
Politiker es geschafft hat – nach zwei Jahren –, den Begriff „Genozid“
in den Mund zu nehmen. Aber sobald das Thema wieder aus den Medien raus
war, sind alle wieder verschwunden. In Berlin sind jetzt wieder jede
Woche immer nur die gleichen paar 100 Leute auf der Straße und werden da
weiterhin von der Polizei niedergeknüppelt – ohne Unterstützung durch
Die Linke und ohne dass die Medien darüber berichten.
Es gibt zum Glück einige Medienschaffende, und die gab es auch schon
sehr früh, die sich mutig und kritisch zu Wort gemeldet haben. Bei denen
ist es weitgehend aber auch geblieben. Ich habe keinerlei Hoffnung, dass
sich da jetzt noch irgendwas ändern wird. Der große Druck, den es in
Teilen der Öffentlichkeit gab, den es auf der Straße und in den sozialen
Medien gab, ist überstanden. Wer auch nach zwei Jahren Genozid im
Livestream nicht zum Umdenken gebracht wurde, der wird jetzt auch nicht
mehr umdenken.
„Von einer ehrlichen und selbstkritischen Aufarbeitung fehlt
jede Spur.“
Im Gegenteil: Ich habe den Eindruck, dass wir jetzt in der Phase sind,
wo versucht wird, das irgendwie reinzuwaschen und die Geschichte der
letzten zwei Jahre zu verklären. Wenn ich jetzt auf irgendwelchen Panels
bin, dann beglückwünschen sich Medienvertreter gegenseitig zu ihrer
guten Berichterstattung, die sie in den letzten Jahren gemacht haben. Es
werden Preise verliehen an Journalisten, die vermeintlich gut berichtet
haben, und dann wird vielleicht hier und da mal auf kleine Probleme
eingegangen oder eingestanden, dass man hier und da vielleicht schneller
hätte kritisch berichten können. Aber der Tenor ist so, dass man
insgesamt in einer sehr schwierigen Zeit, mit einer sehr unklaren
Informationslage und unter großem öffentlichen Druck unterm Strich einen
guten Job gemacht hat. Von einer ehrlichen und selbstkritischen
Aufarbeitung fehlt jede Spur.
Das, was Sie da schildern, erinnert mich sehr an die
Berichterstattung in der Corona-Zeit und den Umgang damit seitdem. Sehen
Sie diese Parallelen auch?
Dafür bin ich leider der falsche Experte. Vom Gefühl her würde ich aber
sagen, dass der Vergleich passt. Mein Eindruck ist auch, dass einige der
Probleme, die wir jetzt gesehen haben, sich auch so in der Corona- und
Ukraine-Berichterstattung wiederfinden. Dazu zählen so eine Art
Staatstreue und Obrigkeitshörigkeit im Journalismus, aber auch der
sogenannte „Haltungsjournalismus“, der von einigen anscheinend so
verstanden wird, dass man dem Erreichen eines vermeintlich ehrenwerten
Zieles journalistische Standards wie Ausgewogenheit und Faktentreue
opfern kann. Damals galt manchem Journalisten die Impflicht als solch
ein Ziel, heute ist es die Solidarität mit Israel.
Wir sollten vielleicht auch über das besondere Verhältnis und die
Geschichte von Deutschland und Israel sprechen, die es vielen
wahrscheinlich schwer macht, bei diesem Thema „narrativ umzusteuern“.
Ich habe vor einer Weile mal einen interessanten Satz von einem
deutsch-israelischen Freund gehört, der sagte: „Das Israel, welches
diese deutschen Journalisten und andere Menschen in Deutschland
verteidigen oder für das sie einstehen wollen, gibt es gar nicht mehr
oder gab es vielleicht nie.“ Das fand ich einen interessanten Satz. Das
würde bedeuten, die Menschen, die daran festhalten, haben so etwas wie
eine „psychologische Anpassungsstörung“, sie haben so ein positives Bild
im Kopf davon, was Israel bedeutet, und auch wenn noch so viele Fakten
diesem Bild widersprechen, können sie dieses Bild nicht aufgeben oder
möchten es nicht.
Ja, auf jeden Fall. Das besondere Verhältnis zu Israel ist natürlich
tief in unserer Kultur, in unserer Geschichte verwurzelt. Der
Politikwissenschaftler Daniel Marwecki zeigt in seinem Buch „Germany and
Israel: Whitewashing and Statebuilding“ sehr überzeugend, dass dieses
besondere Verhältnis zu Israel nicht Folge einer kritischen
Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte war oder eines Bemühens
um Antisemitismusbekämpfung oder mehr Gerechtigkeit in der Welt, sondern
Teil des Bemühens der Bundesrepublik um die Westbindung. Deutschland
suchte in Form von Finanzhilfen und Rüstungslieferungen den
Schulterschluss mit Israel, damit dieses im Gegenzug die Absolution für
die Verbrechen der deutschen Vergangenheit lieferte. In der Medienwelt
lässt sich dasselbe Muster beim Springer-Verlag beobachten. Dessen
Gründer Axel Springer war vor 1945 selbst verantwortlich für
antisemitische Propaganda und wandelte sich in den 60ern zum bekennenden
Israel-Fan. Gleichzeitig hatte er kein Problem damit, weiter ehemalige
NSDAPler in seinen Redaktionen zu beschäftigen, von rassistischen
Inhalten in BILD und Co. ganz zu schweigen.
Also dieses sehr auf Israel fokussierte und reduzierte
Geschichtsverständnis, das prägt vor allem deutsche Eliten in allen
gesellschaftlichen und politischen Sphären und das ist sicherlich auch
einer der Hauptgründe für das Versagen der Medien. Weil, wie Sie schon
sagten, dieses Weltbild sitzt so tief, dass selbst wenn Medienschaffende
quasi die Fakten auf dem Tisch haben – wenn eins zu eins zu sehen ist,
dass Israel das Massaker XY begangen hat, es Hunderte Seiten
Genozidberichte gibt, man das alles nachlesen kann –, dann ist das
trotzdem immer noch nicht stärker als dieses Weltbild; oder vielmehr als
das Bild, das viele Journalisten von Israel und das Selbstbild, dass sie
von sich selbst und vom Westen haben.
Jetzt haben Sie gesagt, dass die Berichterstattung sich auch in
letzter Zeit nicht zum Guten verändert hat und Sie auch wenig
Selbsterkenntnis oder Selbstkritik bei den Journalisten sehen. Was
glauben oder hoffen Sie dennoch, mit Ihrem Buch zu bewirken?
Ich würde nicht sagen, dass sich nichts verändert hat. Ich würde sagen,
es ist sogar mit der Zeit schlechter geworden – dahingehend, dass die
Berichterstattung immer weniger geworden ist, nicht erst jetzt nach dem
sogenannten „Friedensplan“, der natürlich überhaupt gar keinen Frieden
gebracht hat. Das war auch schon im Sommer letzten Jahres so, als
Israels Armee regelmäßig über 100 Palästinenser pro Tag tötete und es
diese Verbrechen trotzdem kaum in die Schlagzeilen schafften.
Zu Ihrer Frage, was ich hoffe: Also, zwischendurch hatte ich schon ein
wenig die Hoffnung, dass, wenn man Journalisten möglichst präzise und
mit vielen Fakten auf ihre Verfehlungen hinweist, sich der eine oder
andere findet, der denkt: ‚Ja, stimmt. Ich mache es jetzt besser.‘ Diese
Hoffnung habe ich aufgegeben.
„Ihr seid nicht die verrückt Gewordenen, die Medien sind es.“
Was ich jetzt damit zu erreichen hoffe, ist vor allem, die
Öffentlichkeit für die Probleme zu sensibilisieren und ihr die nötigen
Fakten und Argumente zu geben, um ihr unbestimmtes Gefühl, dass da
irgendwas nicht stimmen kann, zu unterfüttern, ihnen zu zeigen: Ihr seid
nicht die verrückt Gewordenen, die Medien sind es.
Ich hoffe auch, dass sich mehr Leute von etablierten Medien abwenden und
sich ihre Informationen woanders holen und alternative Medien
unterstützen. Eine Antwort auf die Frage ‚Was läuft in Deutschland
anders als in anderen westlichen Staaten?‘ ist auch die Bereitschaft,
kritische alternative Medien zu unterstützen. Das liegt leider auch an
den Besonderheiten unseres Mediensystems. Menschen, die jeden Monat
schon dazu verpflichtet werden, 18,36 Euro für den öffentlichen Rundfunk
abzutreten, sind verständlicherweise oft nicht bereit, noch mehr für
weitere Medien zu bezahlen. Ohne eine Stärkung der alternativen Medien
wird es aber nicht besser werden.
Jenseits von der Unterstützung unabhängiger Medien und einem
kritischeren Medienkonsum, was können Bürger oder Leser noch gegen die
einseitige und propagandistische Berichterstattung der Medien, wie Sie
sie herausgearbeitet haben, tun?
Wozu ich auch lange geraten habe, ist, sich bei den zuständigen
Kontrollgremien oder bei den Redaktionen selbst zu beschweren. Das habe
ich mir auch für mein Buch angeschaut und kam dann zu dem Ergebnis: Das
bringt eigentlich kaum etwas. Es gab Tausende Beschwerden beim
Rundfunkrat und den Landesmedienanstalten, und die Fälle zum Thema
Nahost, die überhaupt zur Entscheidung angenommen wurden, kann man an
einer Hand abzählen. Fälle, in denen einseitige oder falsche und
irreführende Berichterstattung dann tatsächlich gerügt wurden, gab es so
gut wie gar keine. Rundfunkräte, Landesmedienanstalten und auch der
Presserat sind selbst Teil des Problems, nicht Teil der Lösung.
Gleichzeitig schadet es auch nicht, sich dort oder direkt bei den
Redaktionen zu beschweren. Zumindest ist die Folge davon, dass die
betroffenen Journalisten merken, dass Leuten ihre falsche
Berichterstattung auffällt, und das allein ist schon gut – allein dieses
Bewusstsein aufrechtzuerhalten, auch durch Kritik in der Öffentlichkeit
und in den sozialen Medien, auch wenn es unmittelbar nichts bringt.
„Es ist natürlich erst mal gut, wenn Leute ihre Informationen
nicht mehr aus der Tagesschau bekommen.“
Was ich auch häufig gehört habe, ist, dass Leute sagen: „Ich lese das
doch eh nicht und es ist mir egal, was die berichten.“ Es ist natürlich
erst mal gut, wenn Leute ihre Informationen nicht mehr aus der
„Tagesschau“ bekommen. Gleichzeitig sollte man sich aber trotzdem
bewusst machen, welche Macht „Tagesschau“ und BILD immer noch haben. Sie
sind immer noch die mit großem Abstand reichweitenstärksten Medien und
haben eine riesige Wirkung auf die Meinungsausbildung in Deutschland.
Und sie beeinflussen auch diejenigen, die in den Parlamenten und in der
Regierung sitzen und dort in unserem Namen die politischen
Entscheidungen treffen. Von daher ist es auch weiter wichtig, die großen
Medien zu kritisieren, nicht zuletzt natürlich auch die
öffentlich-rechtlichen Medien, weil wir alle für sie bezahlen.
Sie erwähnen in dem Kapitel „Druck von allen Seiten“ auch, dass es
immer wieder starken Druck und Interventionen von der israelischen
Botschaft in Deutschland auf Medienunternehmen bzw. auf Redaktionen gab
und auch durch pro-israelische Lobbygruppen wie die Deutsch-Israelische
Gesellschaft, um die Berichterstattung zu beeinflussen. Wie wichtig sind
diese Akteure?
Ja, das gibt es auf jeden Fall. Das gab es auch schon vor dem 7.
Oktober. Solche Geschichten habe ich aus Redaktionen gehört. Vor allem
bei den großen Leitmedien ruft immer wieder der israelische Botschafter
in der Redaktion an und sagt, dass ihm diese und jene Berichterstattung
nicht passt und dass das bitte geändert werden soll.
Dem gibt natürlich nicht jedes Medium nach, aber allein dass das
regelmäßig passiert und auch weithin akzeptiert wird und nicht groß
skandalisiert wird, ist bedenklich. Offizielle israelische Vertreter
sind auch regelmäßig an Kampagnen gegen kritische Journalisten oder
Journalisten, die sie für kritisch halten, beteiligt. Da sind dann auch
Tagesschau-Reporterinnen oder Spiegel-Redakteure darunter, aber auch
viele andere. Ich war auch schon mal auf so einer Liste des Sprechers
der israelischen Armee, „Die Top Ten der Deutschen Israelhasser“ oder so
etwas.
Der Skandal ist auch, dass solche Anfeindungen keinerlei Konsequenzen
haben – weder in der deutschen Medienlandschaft, wo es wenig Solidarität
gibt und wenn, dann nur gegenüber sehr bekannten Journalisten oder
Journalisten der großen Medienhäuser. Für freie Journalisten und jene
außerhalb des klassischen Mediensystems gibt es keine Solidarisierung
durch Journalistenverbände, die ja eigentlich auch für den Schutz von
Journalisten in Deutschland zuständig sind. Und es gibt auch keine
Maßnahmen durch Behörden oder Politik. Wenn man das einmal damit
vergleicht, wie groß die Empörung ist, wenn in anderen Ländern so etwas
passiert – etwa in der Türkei oder in Russland: Wenn dort Journalisten
öffentlich bedroht oder auf Listen gesetzt werden, gibt es hierzulande
zu Recht viel Empörung, aber wenn das hier im eigenen Land geschieht,
passiert nach wie vor so gut wie gar nichts. Das wiederum trägt
zusätzlich dazu bei, dass es guter, machtkritischer Journalismus in
Deutschland weiterhin sehr schwer hat.
Screenshot |Quelle:
RT DE via
rumble.com | veröffentlicht 09.02.2026 Video
Chrupalla zerlegt Miosga:
"Nach Corona glaube ich dieser Regierung kein Wort mehr" -
Bild klicken -
Der AfD-Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla war am Sonntag zu Gast
in der ARD-Talkshow "Caren Miosga". Dabei lieferte er sich mit der gleichnamigen
Gastgeberin einen hitzigen Schlagabtausch, unter anderem über den Ukraine-Krieg
und die deutsche Außenpolitik.
Ein spannender Punkt der Konfrontation war das von Chrupalla geäußerte
Misstrauen gegenüber der Bundesregierung. Der AfD-Politiker begründete seine
Skepsis, insbesondere bei der Frage nach einer möglichen Entsendung deutscher
Soldaten in die Ukraine, mit Erfahrungen aus der Corona-Zeit.
Chrupalla argumentierte, dass die Regierung damals Versprechen gebrochen und
Grundrechte verletzt habe und er ihr deshalb in puncto Ukraine-Politik keinen
Glauben schenke. ( Quelle
RT DE)
Screenshot |Quelle:
RT DE via
rumble.com | veröffentlicht 09.02.2026 Video
Antirussische Haltung als
Standortnachteil –
Chrupalla empört Gäste beim Sonntags-Stammtisch -
Bild klicken -
In der Sendung "Der Sonntags-Stammtisch" vom 1. Februar 2026 hat
sich der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla zu den Standortnachteilen
Deutschlands für Unternehmen geäußert. Das Mercosur-Abkommen und der Freihandel
mit Indien wurden ebenfalls thematisiert.
25.01.2026 00:00 |auf Telegram
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„Ein Völkermord ist auch Selbstmord“ – über die Auflösung der
israelischen
Gesellschaft
- Was wird aus Israel? Unser Gastautor Shir Hever
berichtet in diesem Artikel über den Zustand des Landes und gibt eine
Übersicht über die verheerenden wirtschaftlichen und psychischen Folgen
des Krieges auch für die eigene Bevölkerung – von „Super-Sparta“, dem
Zerbrechen der eigenen Erzählung, über Drogensucht bis zur massiven
Auswanderung. Aus dem Englischen übersetzt von Maike Gosch. - Am
7. Oktober 2023 begannen viele Israelis,
davon zu sprechen, dass der Staat Israel „verschwunden“ sei. Diese
Aussage bezog sich zunächst auf das Versagen... [Quelle:
nachdenkseiten.de] JWD
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24.01.2026 13:00 |
Erstveröffentlichung 30.05.2025
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auf Telegram ansehen Warum gibt es vermehrt Ressentiments gegenüber Juden? Wenn eine ethnische Minderheit Sonderrechte genießt
und diese auch einfordert, trägt das Konflikte in sich. Wenn dies nicht
kritisiert werden darf, fördert das unterschwellige Ressentiments. Es
wird nicht akzeptiert, dass man sich unterordnen muss. Da entsteht Druck
im Kessel, der irgendwann nicht mehr eingehegt werden kann. - Auslöser
für die folgende Betrachtung ist diese Meldung auf ntv: https://www.n-tv.de/panorama/Deutsche-stehen-Israel-zunehmend-kritisch-gegenueber-article25758174.html.. [Quelle:
anderweltonline.com]
JWD
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03.10.2025 13:00 |
Erstveröffentlichung 01.02.2025 |
#Machtstrukturen |
auf Telegram ansehen Die Geopolitik des Elitenwahnsinns. „Die gesamte Welt
in eine planetarische
Technokratie verwandeln“. Robert J. Burrowes - Teil III: Die gefährliche Illusion, dass
Regierungen, einschließlich der BRICS-Regierungen, souverän sind und die
technokratische Machtübernahme stoppen können. - Während
die geopolitische Ordnung rasch umgestaltet wird, um den Interessen der
Elite besser zu dienen, werden die meisten Analysten, die zu diesem
Thema schreiben, dazu verleitet, die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland,
Indien, China und Südafrika, zu denen seit kurzem auch Ägypten, Äthiopien,
Indonesien, der Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate gehören) als
eine Art...
[Quelle: globalresearch.ca]
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24.09.2025 15:00 | auf
Telegram ansehen Die außergewöhnliche Kriminalität von Netanjahu,
Blair und Trump muss
ein Ende haben.Es heißt, aller Dinge sind drei – und das gilt
auch für Komplizen bei schweren Verbrechen. - Diese drei Agenten des
tiefen Staates haben einen Zirkel gegründet, um als Vorkämpfer für eine
konzernmäßige Neugestaltung der palästinensischen Halbinsel Gaza zu
agieren. - Tony Blair ist bereits ein anerkannter
Kriegsverbrecher, da er persönlich für den Massenmord an 300.000
irakischen Bürgern verantwortlich ist, der mit der Begründung begangen
wurde, Saddam Hussein sei im Besitz von
„Massenvernichtungswaffen“. - Es gab keine derartigen Waffen, ... [Quelle: globalresearch.ca]
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